Langsam reicht es

Das ist ja die Seite des Tai Chi in Waiblingen, also unpolitisch, Sport halt.

Die jüngsten Entwicklungen in der Politischen Landschaft dieses Landes und auf unserem Planeten lassen ein unpolitisches Leben, wenn es das je gab, überhaupt nicht mehr zu.
Mir geht es da ähnlich wie meinem Karlsruher Qi-Gong-Lehrer, der mit herzlich-denken.de eine Folge wirklich gut recherchierter und dabei noch unterhaltsamer Artikel veröffentlicht hat, die ich immer wieder gern lese.

Ein VW-Manager klüngelt mit einem Bundeskanzler die Hartz-IV-Regeln aus.
Die meisten von uns nehmen das so hin.
„Wer Arbeit will bekommt auch eine“ irrlichtert immer noch durch die meisten Wohnstuben.

Deutschland wird für viele zum Niedriglohnland.

Die Rettung der Banken war alternativlos. Den Plan zur Bankenrettung haben Finanzminister und Bundeskanzlerin unter tatkräftiger Mithilfe des damaligen Deutsche-Bank-Chefs in der Nacht ausgearbeitet und das dann der mehr oder weniger uninteressierten Bevölkerung mitgeteilt.

In einer Demokratie ist nichts alternativlos.

Es gibt keine Zinsen mehr auf Sparbücher, die allermeisten Banken nehmen Gebühren für das Verwalten unseres Geldes.
Ein paar Banken weniger hätten uns sicher auch nicht ärmer gemacht als die Bankenrettung. Unsere angesparten Fonds wären vielleicht immer noch das wert, was wir mal eingezahlt haben.

Kurze Zeit nach der Rettung später zocken die Finanzjongleure wieder kräftig, ist ja ihr Job.
Ein BlackRock-Manager mit CDU-Parteibuch bereitet sich auf seine Kandidatur zum Bundeskanzler vor.
In dem Bundesland, in dem ich wohne, hätten das viele CDU-Anhänger sicher sehr gut gefunden. Vor allem die Junge Union hat sich vor Begeisterung über den alten Finanz-Kämpen fast nicht mehr eingekriegt.

Das ist auch nicht weiter verwunderlich, schließlich wird die Nachwuchs-Politikergeneration seit Jahren handverlesen durch den von einem Privatmann geführten WEF gezielt auf die Zusammenarbeit von Finanzkapital und Politik vorbereitet.
Dieser Vordenker begründet die notwendige Abkürzung der ineffizienten demokratischen Entscheidungswege unter aderem mit der rasant voranschreitenden „Digitalen Revolution“.
Die Lektüre seiner Bücher sind ein echtes Abenteuer.

Gut für uns beschränkte Geister, dass es vorbereitete Eliten gibt, die uns sicher auf den einzig richtigen Weg führen können.

Mit dem Irak-Krieg und der Einrichtung von Stützpunkten in Afghanistan ist der betroffenen Amerikanischen Öffentlichkeit aufgegangen, dass im Vorfeld der Feldzüge wohl an der einen oder anderen Stelle die Unwahrheit gesagt wurde. Also haben sich ein paar Unabhängige auf den Weg gemacht um Fakten zu prüfen und im damals noch etwas freieren Internet richtig zu stellen.
Das Internet wird inzwischen durch ein paar Konzerne beherrscht, die nichts so sehr stört, wie wenn sie irgendwelche Einschränkungen von Seiten einer Administration hinnehmen müssen.
Um so etwas abzuwenden zwängt sich sogar der Facebook-Gründer in einen Anzug.
Flugs wurden die Fakten-Checker durch staatliche und private Organisationen aufgesaugt und damit sind auch alle Fakten wieder auf Linie.
Heute können talentierte JournalistInnen ExpertInnen aus Medizin, Technik oder Wirtschaft innerhalb von Stunden aus dem Netz kegeln und mundtot machen.
Die Reaktion der Staatlichen Medien auf die leisesten Zweifel an der vorgegebenen Strategie auf was auch immer fällt hierzulande immer vernichtend aus, wohl wissend, dass den von uns bezahlten Äußerungen der Medien in den meisten Fällen Glauben geschenkt wird.

Leider sind „unsere Medien“ damit kein bisschen besser, als diejenigen, über die wir uns immer so aufregen, vielleicht nur manchmal ein bisschen geschickter als die Gazetten der Diktaturen.
Die gut sortierten Nachrichtenkanäle wissen halt, was gut für uns ist und zu viel Nachdenken verursacht am Ende noch Kopfschmerzen.
Schlechte Luft vom zu vielen Maske tragen verursacht auch Kopfschmerzen, unsere SchülerInnen können das sicher bestätigen.

Trotz bester Bedingungen und guter Vorbereitung machen auch unsere Vordenker gelegentlich Fehler, sei es aus Übereifer, vorauseilendem Gehorsam oder echtem Sendungsbewusstsein, das passiert halt.
Eine Virusinfektion, die als Katalysator in Richtung des neuen Zusammenarbeitsmodells der Eliten gerade recht war, ist auf dem Wege,
die gute Entwicklung zu stören. Vielleicht waren Einige der Lenker zu optimistisch ob des Traumstarts mit der neuen Angst und den neuen Maßnahmen.
Ein Vorauseiler hat schon mal vom Ende der Pandemie im kommenden März orakelt, nanana!
Momentan muss man sich doch gar nicht fürchten. Die Mehrheit der besorgten Bürger hat sich ihre Impfungen abgeholt und man hält sich weiter ernsthaft an jede gedruckte und gesagte Vorschrift.
Auch dem Aufruf des CDU-Rechts-Innenministers des Bundeslandes, in dem ich wohne, zur Denunziation anders Handelnder wird eifrig Folge geleistet.
Das wohl dosierte Anziehen der Zügel mit Androhung und Durchsetzung von Repressionen tut sein Übriges.
Trotzdem halten sich diese Viren aber auch gar nicht an die Vorgaben von Kommissionen oder Behörden. Nicht mal, wenn diese ein paar Wissenschaftler beschäftigen und sich Institut oder Krankenkasse nennen.
Das konnte man ja auch bisher bei jeder Grippeschutzimpfung beobachten, auch wenn dieser Vergleich ziemlich hinkt.

Zweifler sind immer noch Einzelne die obendrein noch verwirrt sind.
Nur ein gut geölter Motor hört sich eben anders an.

Und dann atmen wir auch noch alle die gleiche Luft.
Mit oder ohne Maske, mit Maske wird der Mief nur noch ein bisschen besser gequirlt.

Das ist vielleicht viel zu viel Text, aber über die Jahre ist da so Einiges an Ungereimtheiten zusammengekommen.

So ganz allmählich wird das zu viel, was mir jeden Tag von Medien und Internet um die Ohren geblasen wird und der bunte Strauß, sich in schöner Regelmäßigkeit ändernden Vorgaben zu Infektionskrankheiten, kann ich, seit ich letztes Jahr mal für eine Zeit nach 22Uhr nicht mehr nach draußen gehen sollte, auch nicht mehr ernst nehmen, Strafe hin oder her.

Ich bin in einer Diktatur aufgewachsen, fand das lange Zeit sogar in Ordnung und war ein bisschen stolz darauf.
Als ich mal etwas lauter vor mehr als zwei Leuten gesagt habe, was mir nicht gefällt, ganz ohne den Umsturz im Schilde zu führen, gab es gleich Ärger, aus einer Ecke, mit der ich damals gar nicht gerechnet hatte.
Nicht mal vier Jahre später mussten sich die Scharfmacher umorientieren, den meisten ist das nicht schwergefallen.
Das konnte man bei vorangegangenen Regimewechseln auch schon beobachten.

Und so wird das auch dieses Mal: ignorieren, diffamieren, kriminalisieren, statt Austausch, andere Meinungen aushalten, Konsens finden und gemeinsam handeln.
Das ist fast schon langweilig.
Unsere Altvorderen werden ein paar Bauernopfer bringen und die zweite Reihe, deren Namen wir Unbedarften nicht mal kennen und die wirklich lenken, werden den Wechsel noch selber einleiten.
Wenn es denn wieder mal klappt, können sich ein paar Damen und Herren zurücklehnen und zufrieden in den Sonnenuntergang lächeln.

Anhang Solidarität

  • die Impfstoffe wurden aus Steuermitteln entwickelt und werden
    jetzt u.a. von meinen Krankenkassenbeiträgen gekauft und verspritzt, wie ein Gesundheitsminister mal so schön gesagt hat.
  • Schnelltests habe ich bisher über meine Krankenkassenbeiträge bezahlt und bezahle ich jetzt selbst, wenn ich gezwungen werde, einen machen zu lassen
  • PCR- Tests habe ich schon die ganze Zeit selber bezahlt
  • unterschiedlichste Masken ( je nach Vorgabe der Politik wirksam oder nicht) habe ich gekauft, jetzt lege ich mir noch zwei gekaufte in’s Auto, zwei von der Krankenkasse gestiftete sind u.a. von meinen Beiträgen finanziert
  • wenn Geld übrig ist, unterstütze ich damit die Leidtragenden dieser mensch- gemachten Krise in Afrika, Südamerika oder Indien über Netzwerke, die keine staatlichen Subventionen empfangen, mit Beiträgen, die auf keinen Fall steuerlich absetzbar sind
  • jeder Extremsportler, der sich verletzt wird selbstverständlich versorgt und geheilt, so weit es geht und koste es, was es wolle, Rauchern mit Lungenproblemen, Alkoholikern und Suchtkranken wird natürlich und so weit es geht unentgeltlich geholfen; wäre schlimm, wenn das anders wäre
  • und der einzige Impfstoff, der halbwegs getestet war und auch noch aus Deutschland kam, wurde nicht eingesetzt, da waren die mit den Notzulassungen wohl schneller – worum geht es hier eigentlich.

Grün-Schwarz 2

Das ist ja die Seite des Tai Chi in Waiblingen, also unpolitisch, Sport halt.

Die jüngsten Entwicklungen in der Politischen Landschaft dieses Landes und auf unserem Planeten lassen ein unpolitisches Leben, wenn es das je gab, überhaupt nicht mehr zu.
Mir geht es da ähnlich wie meinem Karlsruher Qi-Gong-Lehrer, der mit herzlich-denken.de eine Folge wirklich gut recherchierter und dabei noch unterhaltsamer Artikel veröffentlicht hat, die ich immer wieder gern lese.

Gerade wundere ich mich noch über den Kommentar der landespolitischen Redaktion im SWR1 am Nachmittag des 1.4.2021.
Der Landesvorstand der Grüne Partei ringt öffentlich um die Auswahl des richtigen Koalitionspartners.
Es ist doch eigentlich seit Jahren der gleiche Kommentar, wenn die Grüne Partei eine Richtungsentscheidung erarbeitet.
Der Kommentar wirft den Grünen vor, nicht geschlossen auftreten zu können. Der Ministerpräsident bekommt vorgeworfen, sich nicht durchsetzen zu können.
Zwei Sätze später wirft man ihm vor, seine Basis verloren zu haben.
Der Kommentar spricht von schlechten Signalen gegen die möglichen Koalitionspartner und natürlich in Richtung Berlin.
Eine etwas längere Diskussion über eine Entscheidung, die fünf Jahre tragen muss, hat wohl noch keinem geschadet, oder?
Kaum zwei Lieder später entscheidet sich der Landesvorstand, weiter mit der CDU zu regieren.
Einen Tag später begründet der gleiche Redakteur die Entscheidung mit dem Aufgeben der CDU-Spitzenkandidatin und bezeichnete sie als Störfaktor der Grün-Schwarzen Zusammenarbeit.
Ist das schon Nachtreten, ich denke schon.

Das ist kein gutes Signal in Richtung derjenigen, die die Grüne Partei aus Grüner Überzeugung gewählt haben. Der Ministerpräsident verlangt jetzt ein bisschen viel von seiner Stammwählerschaft.
Ich möchte ihm seine Grüne Überzeugung nicht absprechen, aber Bodenhaftung sieht tatsächlich anders aus.
Das war wohl mehr so „Basta“ nach Altbundeskanzler Schröder und der war zwei Jahre nach „Basta“ nur noch Unternehmer, ein Schelm, wer Absicht unterstellt.

Für mich war die Zusammenarbeit der Grünen mit der CDU in den vergangenen fünf Jahren ein einziges Gewurstel.
Grüne Impulse kamen allenfalls von den äußerst kompetenten aber schwer von Berlin bzw. München gebremsten Umwelt- und Verkehrsministerien.
Das wird jetzt mit der schönen Umschreibung „Sachpolitik“ fortgesetzt und wenn das nicht genügt, kann man ja immer mal wieder die Keule der „Systemrelevanz“ aus dem Besenschrank zaubern.
Daran ändert auch das Kuscheln mit „Fridays for Future“ nichts. Die wollen das auch gar nicht und werden sich am Ende auch ohne Euch durchsetzen.

Nun geifern die etablierten Politiker der ersten schwarz-grünen oder grün-schwarzen Bundesregierung entgegen. Vor lauter Machtstreben ist es auch egal ob das mit der Duldung oder unter Beteiligung von rechts außen funktioniert. Manch einer wünscht sich sicher, die Nazis noch eine Legislatur ignorieren zu können, aber das wird nichts.
Sie sind da, bleiben und werden weiter von den Doofen gewählt. Leider gibt es viele Dummköpfe, wie der ewig junge Schiller schon bemerkt hat.
Und wer im Malunterricht in der Schule schon mal grün und schwarz gemischt hat, weiß auch, was da für eine hässliche Farbe herauskommen kann.
Wenn die heutige Entscheidung der Baden-Württembergischen Grünen ein Signal sein sollte – bitte sehr.

Ich persönlich bin sehr froh, zum ersten Male nicht grün gewählt zu haben.
Der Ministerpräsident hat mir die Entscheidung aber auch leicht gemacht.
Allerspätestens mit seiner Ansage an den „lieben Markus“ hat er mir die letzten Zweifel genommen.

Lieber Grüner Teil der Landesregierung, erinnern Sie sich an die am Ende 100.000 „CDU-wählenden verwöhnten Hausfrauen“, die gegen den unsinnigen Tiefbahnhof in Stuttgart demonstriert und Ihnen nach Mappus‘ Abgang zum ersten Wahlsieg verholfen haben.
Und wie die DemonstrantInnen anfangs diffamiert wurden.

Heute sind es die Kritiker der Corona-Politik, die als Wirrköpfe, Rechtextreme und Spinner verunglimpft werden, statt das Gespräch zu suchen und eine wirklich breite Basis im Kampf gegen Infektionskrankheiten, gewissenlose Lobbyisten und haltlos gierige Arzneimittelhersteller zu finden.
Die Chance ist leider erst mal vertan und Sie geben schon wieder das falsche Signal in die Richtung Ihrer Wähler.
Es wird Zeit, die Demokratie einmal auf richtige basisdemokratische und achtsame Füße zu stellen.
Das wird dauern und holpern und wieder erinnere ich mich.
Dieses Mal an das Geschrei des Herrn Strauß beim ersten Bundespolitischen Erfolg der Grünen Partei Anfang der achtziger Jahre.

Jetzt, liebe Grüne Abgeordneten, stellen Sie das dritte Mal in Folge die Regierung.
Versuchen Sie es doch dieses mal mit Weisheit.
Hören Sie auf die Menschen, die sich um den Landtag herum bewegen. Versuchen Sie, sie einzubinden und verschanzen Sie sich endlich nicht mehr hinter Alternativlosigkeit, Systemrelevanz, Zeitdruck, den Sie sich am Ende selber machen oder Fallzahlen, deren Basis Sie inzwischen selber nicht mehr kennen.
Nach Zeit fragt in ein paar Jahren eh keiner mehr, von den Fallzahlen ganz zu schweigen.

Das ist unbequem, dauert lange führt aber letztendlich zum Erfolg.